Arbeitnehmerüberlassung IT 2026: ANÜ, Equal Pay, Höchstdauer
Die Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ist eines der meistgenutzten — und missverstanden — Modelle in der IT-Branche. Body Leasing, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung: Alles dasselbe Konzept, aber die rechtlichen Anforderungen sind streng. Equal Pay ab dem ersten Tag (oder nach spätestens 9 Monaten mit Tarifvertrag), maximale Überlassungsdauer von 18 Monaten, und eine ANÜ-Lizenz ist Pflicht. Verstöße kosten bis zu EUR 30.000 Bußgeld pro Fall. Neu seit 01.01.2026: Das DGB/GVP-Tarifwerk ersetzt die bisherigen BAP- und iGZ-Tarifverträge — Eingruppierung und Entgeltlogik wurden grundlegend reformiert.
ANÜ vs. Werkvertrag vs. Personalvermittlung
Die 18-Monate-Falle
Nach 18 Monaten muss der Leiharbeitnehmer entweder übernommen werden oder eine 3-Monate-Pause einlegen bevor er erneut beim selben Entleiher eingesetzt werden darf. In der IT-Praxis bedeutet das: Nach 18 Monaten ANÜ hat der Entleiher drei Optionen — (1) Übernahme (teuer, weil der Consultant-Aufschlag wegfällt und das Consulting-Haus Umsatz verliert), (2) Beendigung (Wissen geht verloren), oder (3) Verdeckte ANÜ über Werkvertrag-Konstruktion (illegal, EUR 30.000 Bußgeld).
Die bessere Alternative: Direktvermittlung von Anfang an. Statt 18 Monate ANÜ-Kosten (EUR 250-350K) investieren DACH-Unternehmen einmalig in eine Vermittlungsgebühr und haben den Mitarbeiter dauerhaft. NexaTalent vermittelt auf reiner Erfolgsbasis — kein Risiko, keine ANÜ-Lizenz nötig, kein 18-Monate-Problem.
Compliance-Checkliste ANÜ
ANÜ-Lizenz prüfen
Der Verleiher muss eine gültige ANÜ-Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit haben. Ohne Lizenz: Automatisches Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher!
Equal Pay dokumentieren
Ab Tag 1 ohne Tarifvertrag, ab Monat 9 mit Tarifvertrag. Equal Pay umfasst: Grundgehalt, Zuschläge, Urlaub, Arbeitszeitregelungen.
18-Monate-Tracking
Personenbezogen und arbeitsplatzbezogen tracken. Vorgänger-Zeiträume beim selben Entleiher werden zusammengerechnet (3-Monate-Unterbrechung setzt zurück).
Weisungsrecht dokumentieren
Das Weisungsrecht liegt beim Entleiher. Wenn der Verleiher das Weisungsrecht hat, ist es ein Werkvertrag — und braucht keine ANÜ-Lizenz.
Scheinselbstständigkeit vermeiden
Freelancer die wie Angestellte arbeiten (feste Arbeitszeiten, nur ein Auftraggeber, Weisungsgebunden) sind scheinselbstständig. Risiko: Nachzahlung aller Sozialversicherungsbeiträge.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ)?+
Was ist der Unterschied zwischen ANÜ und Personalvermittlung?+
Was kostet Arbeitnehmerüberlassung in der IT?+
Wann lohnt sich Arbeitnehmerüberlassung?+
Was bedeutet die Equal-Pay-Regelung?+
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